9 Ratschläge, um eine Beziehungskrise zu überwinden

3. Dezember 2015 en Emotionen 49 Geteilt

„Er folgte seinen Tritten in der Hoffnung, dass er irgendwann zurückschauen würde, Tag für Tag jene süße Stimme erinnernd, die in seiner Erinnerung redete, jene Augen, die sich sehr nah gegenseitig anschauten und jene Art, zu zittern, wenn ihrer beiden Körper sich berührten.

Und sein Gehen machte Hoffnung und brach zugleich das Herz, er zögerte nicht, voranzuschreiten, trotz der 1000 Neins und 1000 Zurückweisungen, die sich in der unmittelbaren Vergangenheit sammelten.

Und mit 1000 Tränen goss er seine Spur, während sein restlicher Wille ihm verwelkte und er fluchte und schwor, nicht weiter seine Schritte zu verfolgen. Und seine Schritte voller Schmerz krochen im Schlamm seiner grübelnden Gedanken, während er das letzte Bisschen von dem verliert, was er seiner Zeit Würde nannte.

Und trotz der unendlichen Versprechen gegenüber Freunden, Familie und sich selbst, begann er wieder, zu bitten. Ihn scherten nicht die Folgen, immer begann er, wieder zu flehen. Immer wenn das Anzeichen der Angst tief in ihm aufwachte, schrie es und beherrschte seine Kontrollfähigkeit und ließ sich von den Plänen der Verzweiflung leiten.

Und sein erniedrigtes und mit Füßen getretenes Selbstbewusstsein versteckte sich versunken im tiefsten und dunkelsten Schlamm, und ließ die Person, die er früher einmal begleitete, im Stich.  Er fühlte sich wie vertrieben durch die Melancholie der Erinnerungen an die kaputte und verlorene Liebe, an die ewige Treue und an die zerbrochenen Zukunftspläne.

Und ein Mensch schaute zurück zum anderen und dachte: Was hätte ich tun können, um nicht hier zu landen?‘ Und weinte…“

Hat dich diese Geschichte nachdenklich gemacht?

Wer hat noch nie eine Beziehungskrise durchgemacht oder miterlebt? Und wie viele davon ließen sich von der Frustration oder der Niederlage leiten? Wie viele kämpften gegen ein entschiedenes Nein, gegen das Unvermeidliche eines Bruches, in der Hoffnung, alles zu regeln und wieder zum Ausgangspunkt zurückzukehren? Was können wir machen, um nicht in diese Situation zu kommen?

Gewiss kann sich in vielen Fällen ein „Nein“ regeln; andere „Nein“ sind für immer, aber in einigen Fällen können wir ein nicht-endgültiges „Nein“  unseres Ex-Partners zerstören: mit unserer Angst, Mangel an Kontrolle und weil wir eine baldige Antwort haben wollen. Und manchmal kann dieser Druck dem Anderen die Zeit zum Atmen nehmen und ihn dazu drängen, die Entscheidung für ein endgültiges „Nein“  zu treffen.

Paarkonflikte können wie jeder Konflikt in der menschlichen Welt eine Lösung haben.

Um eine Lösung zu finden, braucht man Kompromissbereitschaft und Willen, muss man wollen und machen, nachgeben und verstehen. Ein Beziehungsende kann für einen Partner der Ausgang in eine für ihn unerträgliche Situation sein.

In vielen Fällen kann es sogar mehr ein Luftholen als ein wahres Aufgeben sein. Normalerweise gibt es einen aktiven und einen passiven Part, das heißt, einen Partner, der die Trennung will und aktiv alles dafür tut, und einen passiven Part, der die Trennung nicht will.

Nur weil man der aktive Part ist, kann man nicht sagen, dass man unbedingt weniger leidet, noch kann man behaupten, dass der passive Teil die Schuld für eben diese Trennung trägt.

Wenn man von Trennung redet und keine dritte Person Schuld daran trägt, muss man Selbstkritik üben, wie schwer das auch sein mag, denn auch wenn man versucht haben mag, alles gut zu machen, können wir uns trotzdem in vielen Fällen geirrt haben, geurteilt oder unhaltbare Situationen provoziert haben, ohne es zu wollen.

Sanduhr

Was kann man in einer Beziehungskrise tun?

Man könnte viele Ratschläge geben, damit diese Situationen nicht an einen Punkt kommen, an dem man nicht mehr umkehren kann, wie:

  • Nichts aufzwingen, sondern den Dialog suchen, um zu einem Kompromiss zu gelangen. Aufhören zu kämpfen, um zu sehen, wer Recht hat, sondern lieber unsere Beweggründe oder Denkweisen erklären. Sich lieber auf die Gegenwart fokussieren und nicht die Konflikte der Vergangenheit wieder hervorrufen, noch sie als Beispiele heranziehen.
  • Verstehen, dass es normal ist, mit etwas nicht einverstanden zu sein. Dies eher als Herausforderung zu sehen, gemeinsame Punkte zu suchen als Konflikte.
  • Unseren Partner stärken für die Anstrengungen, die er unternimmt, um die Beziehung oder das Zusammenleben zu verbessern. Die kleinen Details, ein Kuss, eine Umarmung, eine Zärtlichkeit, ein Lächeln, ein Moment der Aufmerksamkeit können wichtiger und mächtiger sein als die großen Aktionen, die darauf abzielen sollen, sich bei uns einzuschmeicheln.
  • Wenn wir etwas zu kritisieren haben, was uns nicht gefällt, ist es besser, sich an das Verhalten als auf die Person selbst zu richten, das heißt, zu zeigen, dass das, was sie gemacht hat, uns nicht gefällt, anstatt Vorwürfe und abwertende persönliche Beschreibungen zu benutzen. Der Respekt ist essenziell für ein gutes Zusammenleben.
  • In aggressiven Situationen sollte man vor einer Entscheidung absprechen, dass man eine solche Situation verlässt, um in Ruhe eine ganze Weile nachzudenken und neue Formen der Konfliktlösung zu suchen. Und dann auf’s Neue entspannter, reflektierter und geduldiger zu sprechen, zu verstehen, nachzugeben (beide), um die Beziehungskrise zu besiegen.
  • Und dazu zwingen, dem anderen zuzuhören, ihm in die Augen zu sehen, zu versuchen, seine Welt, seine Handlungen, Sorgen und Ängste zu verstehen.
  • Gemeinsame Aktivitäten suchen und diese geteilte Zeit wieder aufzunehmen, die beiden gefallen hat. Die Dynamik der eigenen Beziehung akzeptieren, ohne zu versuchen, die Anfänge zu kopieren.
  • Vertrauen und dem Partner auch etwas Zeit für sich geben und seinen Freiraum respektieren, ohne den Partner mit Anrufen und Nachrichte zu überhäufen. Freiheit ist der Kern für eine wahre Liebe.
  • Und vor allem, gönn dir etwas Zeit für dich, in der dein Partner nicht dabei ist, in der du dich darauf besinnst, wer du bist und warum die andere Person sich einst in dich verliebt hat. Liebe dich selbst!

Albert Einstein sagte einmal:

„Energie wird weder erzeugt noch verbraucht, sondern nur umgewandelt.“

Die Liebe ebenso!

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