Andere Weihnachten – Eine besondere Weihnachtsgeschichte

27. April 2018 en Emotionen 20 Geteilt
Andere Weihnachten - Mädchen im Schnee

Heute möchte ich dich dazu einladen, über die wahre Bedeutung von Weihnachten nachzudenken. Ich möchte die Geschichte AndereWeihnachten  mit dir teilen, die von einem kleinen Jungen handelt. Er erinnert uns daran, wie wichtig es ist, Dinge zu würdigen und schätzen. Sie erinnert uns daran, dass wir dankbar sein sollten. Und zwar für alles, was wir haben, auch wenn es nicht so viel zu sein scheint. Und jene Dankbarkeit sollte nicht nur an einem Tag im Jahr ausgeübt werden.

Während dieser Zeit im Jahr werden wir im Fernsehen mit Werbespots über Süßigkeiten, Spielzeuge und Parfüms bombardiert. Alles um uns herum zeigt uns, dass Weihnachten vor der Tür steht, diese wundervolle und gleichzeitig beängstigende Zeit des Jahres: Die Straßen erleuchten und eine Art kollektiver Wahnsinn macht sich breit. Wir werden zu triebhaften Ladenbesuchern, überfüllen unsere Vorratskammern und kaufen für jeden Geschenke. Doch ist dies wirklich, was an diesem Tag im Jahr wesentlich ist? Andere Weihnachten werden möglich, wenn wir hinter das Geschenkpapier blicken können.

„Weihnachten ist kein Zeitpunkt und keine Jahreszeit, sondern eine Gefühlslage. Frieden und Wohlwollen in seinem Herzen zu halten, freigiebig mit Barmherzigkeit zu sein, das heißt, den wahren Geist von Weihnachten in sich zu tragen.“

Calvin Coolidge

Weihnachtsmann mit Schlitten am Himmel

Andere Weihnachten

Der kleine Oliver wurde gerade erst fünf Jahre alt und war auf die Welt um ihn herum äußerst neugierig. Er fing an wahrzunehmen, wie sich alles veränderte. Die Straßen füllten sich mit hellen Farben. Er hörte Lieder, die überall wiederholt wurden, und sah Menschen, die die Bäume mit allen möglichen Ornamenten dekorierten. Im Fernsehen sah er Werbespots für Süßigkeiten, Spielzeuge, Wein und Parfüms. Oliver sah all das und es brachte ihn zum Nachdenken. Schließlich traute er sich, seiner Mutter diese brennende Frage zu stellen: „Mama, was ist Weihnachten?“

„Es ist etwas, das nur die erleben können, die Glück haben. Ich hoffe ich kann es auch dir eines Tages ermöglichen, mein Sohn“,  antwortete seine Mutter traurig. Das machte Oliver ebenfalls traurig. Doch er verlor nicht die Hoffnung, dass er eines Tages seine eigenen Weihnachten erleben könnte. Die Tage vergingen und der kleine Oliver sog weiterhin auf, was um ihn herum geschah. Dann stand der Morgen des ersten Weihnachtsfeiertags an.

Oliver wachte sehr früh auf und rannte zu seiner Mutter, um sie aufzuwecken. Sie öffnete langsam ihre Augen und sah, dass ihr Sohn eine Karte für sie hatte. Sie war selbstgemacht, aus Altpapier. Doch es war eine wunderschöne Karte voller Farben, Zeichnungen und einer hoffnungsvollen Botschaft. „Du gibst mir jeden Tag Weihnachten, weil ich glücklich bin, wenn ich bei dir bin“,  stand drin.

Olivers Mutter fing an zu weinen, und ihr Sohn fragte: „Mama, warum weinst du?“ „Weil ich nicht wusste, was für ein Glück ich hatte, bis du es mir gezeigt hast“,  sagte seine Mutter und umarmte ihn fest. „Natürlich Mama, wir haben jeden Tag Weihnachten“,  bestätigte ihr Junge.

„An Weihnachten geht es nicht darum, Geschenke auszupacken. Es geht darum, unsere Herzen zu öffnen.“

Janice Marditera

Mutter und Kind gegen die Sonne

Liebe ist das beste Geschenk

Es ist möglich, diese festliche Zeit des Jahres zu verändern. Der kleine Oliver tat es in seiner Unschuld. Er schätzte das, was ihm wirklich wichtig war. Die Liebe seiner Mutter war ohne Zweifel das beste Geschenk, das er bekommen konnte. Dieses Kind erinnert uns daran, dass wir manchmal das aus den Augen verlieren, was wirklich wichtig ist. Wir machen uns darüber Sorgen, was wir anderen bieten können. Entweder weil wir uns etwas nicht leisten können, oder weil wir annehmen, dass wir ihren Erwartungen nicht gerecht werden.

Aber wir vergessen dabei, was wir bereits haben und von anderen Menschen erhalten: Denn niemand ist reicher, als die Person, die reich an Menschen ist, die sie lieben und schätzen. Und jeder hat mindestens eine Person, die er liebt und die ihn liebt. Auch, aber nicht nur, zu Weihnachten.

Wenn du nicht weißt, was du deinen Nahestehenden zu Weihnachten schenken sollst, dann schenke ihnen Liebe.

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