Verändere dein Leben durch Neuro-Linguistische Programmierung (NLP)

· 8. Mai 2018

Die Neuro-Linguistische-Programmierung (NLP) kann unglaublich effektiv darin sein, die Art und Weise, wie wir die Realität wahrnehmen und interpretieren, zu verändern. Wir dürfen nicht vergessen, dass unsere Gedanken und Gefühle alles uns Umgebende formen, weshalb die diesen psychologischen Ansatz begleitenden Techniken nützlich für uns sind, um uns dessen bewusst zu werden und angemessene Veränderungen herbeizuführen.

Auf die eine oder andere Weise haben wir alle schon einmal etwas über die Neuro-Linguistische-Programmierung gehört. Wir sollten es nicht nur als eine psychologische Theorie ansehen, sondern mehr als eine Sammlung von Strategien zur persönlichen Entwicklung. Die Entwickler dieser in den 70er Jahren entstandenen Techniken, Richard Bandler und John Grinder, zielten darauf ab, die Fähigkeiten des Menschen zu fördern, um ihm zu ermöglichen, seine Ziele von sich aus zu erreichen.

„Alles was wir sind, ist das Ergebnis dessen, was wir gedacht haben.“

Buddha

Darüber hinaus sollten wir nicht ungesagt lassen, dass es natürlich auch kritische Meinungen hinsichtlich dieses Modells gibt, Psychologen, die der NLP nicht vertrauen und die sie mehr als Pseudowissenschaft betrachten. Doch es ist zu erwähnen, dass die NLP-Strategien in vielen Fällen sehr nützlich und darüber hinaus aus psychologischer Sicht überaus interessant sind. Denn es geht darum, eine Verbindung zwischen den neurologischen Prozessen, unserer Sprache und unseren Verhaltensweisen, die wir uns durch mit unseren Erfahrungen angeeignet haben, herzustellen.

Wenn wir also unseren kognitiven Landkarten neu gestalten, werden wir nach und nach viel angemessenere Verhaltensweisen entwickeln. Die Techniken der NLP helfen uns, unsere Realität anders zu verstehen und unseren Verstand sowie unsere Art und Weise, zu fühlen, zu verändern, um die Welt auf eine freiere, positivere und glücklichere Weise wahrzunehmen.

Mit den folgenden drei Techniken wird uns das gelingen.

Mann schaut in einen Kopf

1. Fast-Phobia

NLP vermittelt uns, dass unser fehlendes Vertrauen sowie Angst oder Stress Aktivitäten, Prozesse und nicht etwa andauernde Umstände sind. Der Schlüssel zu Entspannung und Glück liegt daher darin, diese Prozesse zu kontrollieren und sie zu verändern, damit sie in eine geeignetere Richtung führen – selbstverständlich zu unseren Gunsten.

Das können wir durch die sogenannte Fast-Phobia, zu Deutsch etwa „Schnelle Phobie“, erreichen, wozu die nachfolgenden Schritte zu gehen sind:

  • Identifiziere dieses Gefühl, das du beseitigen und aus deinem Geist verbannen möchtest, wie es bei Wut, Zorn, Angst oder Enttäuschung der Fall ist.
  • Wir sollten uns auf dieses bestimmte Gefühl und auf eine Situation konzentrieren, die eben diese Emotion in uns auslöst. Zum Beispiel: Ich werde jedes Mal wütend, wenn mein Arbeitskollege hinter meinem Rücken über mich spricht.
  • Wir sollten uns dieses Szenario als einen Film vorstellen und damit Folgendes tun: Wir nehmen das Drama heraus, indem wir ihn mit einem fröhlichen Soundtrack versehen. Im Anschluss reproduzieren wir ihn mehrere Male in unserem Verstand, um negative Emotionen zu verringern, um uns darüber bewusst zu werden, dass wir über alles die Kontrolle haben und dass diese Situation nicht mehr so wichtig ist und uns nichts mehr ausmacht. Sie kommt uns vielleicht sogar irgendwann ironisch vor. Die Wut verschwindet.

2. Swish-Technik

Diese NLP-Technik mag jedem von uns offensichtlich erscheinen, aber es ist dennoch so, dass wir dazu neigen, sie zu vergessen oder nicht angemessen anzuwenden. Wenn wir darauf fokussiert sind, Unglücke zu antizipieren, unseren Alltag voller Angst anzugehen und immer nur an das Schlimmste denken, kann es gut sein, dass wir letztendlich selbst unser eigenes Unglück verursachen.

Beispielsweise gibt es Menschen, die ständig darüber nachdenken, was aus ihnen würd, wenn sie ihr Partner verlassen oder betrügen würden. Aufgrund ihrer Angst entwickeln sie irgendwann obsessive Verhaltensweisen, Eifersucht und  Misstrauen, die allesamt zu ihrer größten Angst führen: Ihr Partner verlässt sie schließlich, weil er diese Situation nicht mehr erträgt.

  • Diese Ängste können wir kontrollieren, indem wir die Swish-Technik anwenden. Diese Strategie basiert auf einer kognitiven Technik, bei der die auf die Angst gerichtete Aufmerksamkeit auf andere konstruktivere Aspekte gelenkt wird.
  • Wir müssen z. B. aufhören, uns auf die Angst zu konzentrieren, unseren Partner zu verlieren, und den Fokus auf die guten Momente lenken.
  • Wir trennen uns von unserer Angst davor, allein zu sein, um unseren Gedanken auf einen wichtigen Prozess zu konzentrieren: die Verantwortung für uns selbst zu übernehmen. Wir müssen lernen, uns selbst genügend zu lieben, wir müssen lernen, stark zu sein, anstatt uns von unserer Angst überwältigen zu lassen.
Intelligenter Kopf mit vielen Zahlen

3. Die Anker-Technik

Die Anker-Technik ist zweifellos eine der repräsentativsten NLP-Techniken, eine bedeutende Strategie für das persönliche Wachstum. Sie beruht auf etwas sehr Konkretem: Ein Anker ist eine Verbindung zwischen einem Reiz und einem emotionalen Zustand. Unser Ziel in diesem Fall ist es, einen angemessenen und darüber hinaus mächtigen Gemütszustand zu erreichen, in dem wir eine konkrete Aufgabe oder eine bestimmte Situation erfolgreich bewältigen können.

„Jedes Mal, wenn man dasselbe tut wie die Mehrheit, ist es an der Zeit, haltzumachen und nachzudenken.“

Mark Twain

Denken wir beispielsweise an diese Situationen, die bei uns Angst oder Unsicherheit auslösen: Prüfungen, vor Publikum zu sprechen, uns jemandem nähern, der auf uns eine große Anziehungskraft ausübt, etc. Wenn wir dazu in der Lage sind, uns einen sehr konkreten mentalen Zustand ins Gedächtnis zu rufen und in Gang zu setzen, werden wir den Reiz ausfindig machen und genügend Selbstsicherheit finden, um in diesen so häufig vorkommenden Momenten gut abzuschneiden und erfolgreich zu sein. Mithilfe der nachfolgenden Schritte kann ein Anker ausgeworfen werden:

  • Zuerst finden wir heraus, was wir fühlen möchten: Vertrauen, Glück, Ruhe usw.
  • Nun versuchen wir, uns an einen Moment in unserem Leben zu erinnern, in dem wir diese positiven Gefühle sehr intensiv empfunden haben.
  • Dann müssen wir uns auf diese Erinnerung konzentrieren und das besagte Bild „ausschneiden“, es uns zu eigen machen und auf lebendige Weise präsent halten.
  • Jetzt sollten wir einen Satz auswählen, der uns als Anker dient, z. B. „Ich habe Frieden gefunden“, „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“  oder „Alles wird gut werden“.
  • Bei dieser Strategie geht es darum, diese Sequenz (das gewünschte Gefühl, die Erinnerung, die Visualisierung, das Ankerwort) täglich zu wiederholen, bis wir es in unseren Verstand integriert haben. Auf diese Weise automatisiert sich der Anker und wir können auf ihn vertrauen, wenn wir ihn brauchen.
Jemand betätigt einen Schalter am Kopf

Wir sind uns sicher, dass die Neuro-Linguistische-Programmierung den ein oder anderen Leser neugierig auf dieses große und immer interessante Universum gemacht hat. Wenn dem so ist, möchten wir betonen, dass es sich dabei Strategien handelt, auf die wir Zugriff haben. Sie ist Teil der in den 70er Jahren aufgekommenen Bewegung, die das enorme Potenzial des Menschen hervorhebt und sich im Laufe der Zeit gefestigt hat.

Wir können auf Bücher, wie NLP für Anfänger schnell und einfach erklärt  oder Die Macht des Wortes  zurückgreifen – beides sehr vollständige Arbeiten, durch die wir tiefer in das Thema eintauchen und zweifellos neue Strategien erlernen können, um unser Leben zu verändern.