Meilensteine in der Entwicklung des Babys im 7. und 8. Lebensmonat

· 28. Juli 2018

Die Entwicklung des Babys verläuft erstaunlich schnell. Beinahe täglich neue Errungenschaften, neue Entdeckungen. Nach mehr als einem halben Jahr hast du dich als Mama oder Papa an das Chaos gewöhnt. In deiner jetzigen Routine, dich um dein Baby zu kümmern und ihm dein Leben zu widmen, wird es aber auch ganz besondere Momente geben, die dich für allen Aufwand entschädigen.

Ist es nicht wunderbar zu sehen, wie dein Baby zum ersten Mal etwas tut? Dir seiner Fortschritte bewusst zu sein und ihm mit Stolz zu antworten, ist entscheidend für die Entwicklung deines Babys. Gerade in bestimmten Phasen der Entwicklung ist es für das Baby wichtig, dich und deinen Partner als Eltern zu sehen, die wissen, wie man sich um seine Bedürfnisse kümmert, ohne wütend zu werden, und ihm stattdessen die Liebe der ganzen Welt schenken.

Ein Baby bittet nie um mehr als das. Es will nichts als Liebe und die Befriedigung seiner Grundbedürfnisse. Manche mögen sagen: „Das ist nicht nichts!“,  und sie lägen damit nicht falsch. Zu wissen, wie man diese Liebe und Zuneigung aufrechterhält, wenn man erschöpft ist, ist allerdings eine große Leistung, die allen Respekt der Welt erfordert. Aber deine Liebe zu deinem Kind wird dich weiter motivieren, das können wir dir versprechen.

In diesem Artikel möchten wir auf jene Meilenstein eingehen, die es um den 7. und 8. Lebensmonat erreichen wird.

Die Entwicklung des Babys im 7. Lebensmonat: Silben und greifen

Im 7. Monat geht es in vielen Bereichen voran. Das Baby kann beispielsweise den Kopf heben, wenn es sich hinlegt. Wenn ein Baby in dieser Position ist, benutzt es normalerweise seinen kleinen Arm, um sich hochzuziehen und all die interessanten Dinge um sich herum zu beobachten. Und die Muskeln werden fleißig trainiert, was bedeutet, dass es in Kürze ohne Hilfe aufstehen kann.

Die Entwicklung des Babys im 7. und 8. Lebensmonat, veranschaulicht durch einen Jungen und sein Teddybären

Dein Baby arbeitet nun viel mit seinen Händen. Es kann Gegenstände aufnehmen und ist sogar ziemlich stark, wenn es zufasst. Es kann Dinge von einer Hand in die andere legen. Alles, was du ihm in die Hand gibst, wird es nutzen, um diese neuen Fähigkeiten zu verfeinern.

Es gibt viele Bücher mit verschiedenen Texturen und interessanten, hellen Bildern, die du deinem Baby während dieser Phase anbieten kannst. Sie können dazu beitragen, die Motorik seiner Hände zu verbessern und seine Sinne zu schärfen. Es wird das gewählte Buch manipulieren, wie es will, während es seine Aufmerksamkeit auf das richtet, was es am meisten fasziniert.

In den letzten paar Wochen hat es möglicherweise schon angefangen, diese kleinen Geräusche von sich zu geben, die so liebenswert sind …. und jetzt merkst du vielleicht, dass es zu Silben übergegangen ist. Und es wird mehr von dem verstehen, was du zu ihm sagst. Es kann die Geräusche, die du machst, mit bestimmten Objekten und deinen Reaktionen auf seine Taten in Verbindung bringen.

Die Entwicklung des Babys im 8. Lebensmonat: Trennungsangst

Dank der „Zange“, die es mit Daumen und Zeigefinger zu machen gelernt hat, nimmt es Gegenstände nun noch leichter auf. Und da es immer beweglicher wird, kommt es schließlich nahezu an alles heran. Im 8. Monat kann sich das Baby in beide Richtungen umdrehen. Das ist ein großer Schritt nach vorn. Es bedeutet aber auch, dass es viel besser in der Lage ist, sich selbst in gefährliche Situationen zu bringen, sodass du besonders wachsam sein musst

In diesem Monat wirst du auch beginnen, Trennungsangst zu bemerken. Sie zeigt sich normalerweise während dieser Entwicklungsphase und ist völlig normal. Bis jetzt warst du derjenige, der es geschaukelt hat, wenn es weinte, der es gefüttert und sich gekümmert hat. Wenn die Erwachsenen, die sein „Alles“ waren, nun aber für eine Sekunde verschwinden, wird es anfangen zu weinen und Angst bekommen. Diese Angst beruht auf der Bindung, die es zu Eltern oder Erziehungsberechtigten aufgebaut hat – ein gesundes Baby wird sich nicht von ihnen trennen wollen, da sie sein Überleben sichern.

Ein weinendes Baby

Tatsächlich ist das ein Zeichen, dass eure Bindung stark ist. „Ich fühle mich so glücklich und sicher mit Mami oder Papi, dass ich nicht von ihnen getrennt sein will“,  geht es dem Kind durch den Kopf. Es ist fast so, als nähme es an, dass es in Gefahr käme, sobald es von seinen Eltern getrennt würde. Mach dir also keine Sorgen und denke nicht, dein Baby sei ein „Muttersöhnchen“ oder ähnliches.

Dein Baby hat also einen gut entwickelten, gut funktionierenden Überlebensinstinkt. Es hat gelernt, dass es Mutter oder Vater zum Überleben braucht. Deshalb will es nicht, dass dir etwas passiert, wenn du aus dem Raum gehst. Es weiß einfach nicht, ob du zurückkommst oder ob du für immer weg bleibst. Und diese Frage ist es, die du ihm demnächst beantworten musst.

Es ist wichtig, all diese Veränderungen, die dein Baby erfährt, aus entwicklungspsychologischer Sicht zu verstehen. Auf diese Weise wirst du nicht unnötig verwirrt oder verärgert sein. Dein Kleines wird es dir danken!