Manchmal müssen wir etwas loslassen, um nach dem Glück greifen zu können

4. August 2016 en Emotionen 1145 Geteilt
Mädchen hält im Sturm am Schirm fest, aber wer nicht loslassen kann, kann auch nicht nach dem Glück greifen.

Wie können wir eine schwere Last loswerden? Stelle dir vor, dass du einen langen Fußmarsch vor dir hast und einen prall gefüllten Rucksack auf dem Rücken trägst. Langsam beginnt dir dein Rücken zu schmerzen, du hältst an und öffnest den Rucksack, um dich zu vergewissern, was sich alles darin befindet. Dir fällt auf, dass du mehrere Gegenstände mit dir herumschleppst, die du im Grunde genommen nicht benötigst und lässt sie am Wegesrand zurück. Wie fühlst du dich jetzt? Erleichtert, oder? Nun kannst du viele Schritte gehen, ohne müde zu werden und du kannst weit kommen.

Etwas Ähnliches passiert auch mit unseren Gefühlen und unseren Verhaltensweisen, die sich im Laufe der Jahre anhäufen. Sobald du lernst, dich von all dem zu verabschieden, was du nicht benötigst, wirst du anders durchs Leben gehen. Du wirst den Weg des Lebens glücklicher und freier beschreiten. Du hast sozusagen die Hände frei, um nach deinem Glück zu greifen.

Bist du dazu bereit,  gewisse Verhaltensweisen loszulassen, die dir nicht gut tun? Dann fange so früh wie möglich damit an! Stelle dir nicht nur vor, wie schön es doch wäre, ohne schweren Rucksack durch die Welt zu laufen.

Verabschiede dich von Verhaltensweisen, die dich am Wachsen hindern

Als erstes solltest du dich von dem Gedanken trennen, immer recht haben zu wollen. Ja, es fängt mit etwas recht Schwierigem an! Vielleicht gefällt dir die Idee nicht, dass auch du dich irren kannst, doch das bereitet dir nur viele Probleme mit deinen Liebsten. Wenn dein Ego größer ist als die Vorstellung, dich gut mit deinem Partner, deinen Eltern oder deinen Freunden zu verstehen, dann solltest du das Ganze noch einmal überdenken und du solltest dich von diesem Zwang verabschieden.

Tauben fliegen lassen

Als zweiten Schritt wäre es gut, deinem Kontrollzwang ein Ende zu setzen und nicht mehr länger alles in deiner Umgebung in der Hand haben zu wollen. Erlaube anderen, zu „sein“, so wie auch du von deinem Umfeld akzeptiert werden möchtest. Es ist auch nicht notwendig, dass du einen Schuldigen oder Verantwortlichen suchst, wo es keinen gibt oder wo du eigentlich die Verantwortung übernehmen solltest. Es ist natürlich viel einfacher, mit dem Finger auf jemand anderen zu zeigen, als erhobenen Hauptes zu sagen: „Es war meine Schuld.“  Entgegengesetzt der allgemeinen Überzeugung ist das keinesfalls feige, sondern zeugt von Mut.

Höre außerdem damit auf, jedem zwanghaft gefallen zu wollen. Du kannst nicht vorgeben, jemand zu sein, der du in Wahrheit nicht bist, nur um den anderen zu imponieren. Dein Umfeld beeindrucken zu wollen hat nur zur Folge, dass du dir falsche Freunde anlachst, die beim kleinsten Problem das Weite suchen. Das Gleiche passiert auch in einer Partnerschaft, am Arbeitsplatz oder mit jeder anderen Person. Denn sobald du deine Maske abnimmst und ehrlich bist, wirst du feststellen, wem wirklich etwas an dir liegt.

Lasse Gedanken los, die dir das Leben schwer machen

Bis jetzt hast du etwas über einige Verhaltensweisen gelernt, die du in Bezug auf deine Mitmenschen ablegen solltest. Aber ganz offensichtlich müssen wir auch noch viel an uns selbst arbeiten. Unsere größte Last sind unsere negativen und selbstzerstörerischen Gedanken.

Durch deine Art zu denken verbaust du dir selbst den Weg, hinderst dich am Weiterkommen und behinderst dich in deinen Lernprozessen. Glaube deinem Verstand nicht alles, was er dir sagt, vor allen Dingen nicht dem pessimistischen Teil und den Gedanken, die dich verletzen. Vergiss bitte nicht, dass unser Gehirn für oder gegen uns arbeitet, doch das hängt ganz von dir ab.

Damit dir das gelingt, solltest du nicht länger glauben, dass du für das eine oder andere nicht fähig seist. Nichts ist so unmöglich zu erreichen, wie du womöglich denken magst. Nichts und niemand – nicht einmal du selbst – kann dir dein Glück verwehren und dir deine Träume madig machen. Strecke deine Flügel aus und fliege. Tue alles Erdenkliche, um eine bessere Version deiner selbst zu werden und um deinen Zielen immer näher zu kommen. Denke daran, dass du selbst dein schlimmster Feind sein kannst, wenn du nicht an deine Fähigkeiten glaubst.

Was du auch auf jeden Fall aus deinem Rucksack nehmen solltest, ist die Angewohnheit, Veränderungen nicht akzeptieren zu wollen. Glaube mir, danach wird deine Reise viel leichter sein. Ein Lebenswandel ist immer gut, auch wenn es dir nicht so vorkommen mag. Verlasse deine Komfortzone und gib dich nicht mit dem Geringsten zufrieden. Denn du verdienst das Beste! Kehre Unbekanntem nicht den Rücken. Gib ihm eine Chance und es werden sich für dich viele Türen öffnen.

Frau umgeben von Heißluftballons

Angst, Ausreden und Erlebtes gehört ab heute der Vergangenheit an

Diese drei Gefühle oder Gedanken können dich sehr belasten und bringen dir doch rein gar nichts. Die Angst ist der Gedanke, dass etwas Schlimmes passieren könnte, und deshalb traust du dich nicht, etwas zu versuchen. Wenn du dich fürchtest, ist es wahrscheinlicher, dass du scheiterst. Wie sagte Franklin Roosevelt einst: „Das Einzige, wovor wir Angst haben müssen, ist die eigene Angst“,  denn sie schränkt uns in unserem Denken und Handeln ein und verhindert, dass wir Fortschritte machen.

Ausreden sind nur ein Vorwand, um nicht zu akzeptieren, was dir geschieht. Vielleicht findest du keine Motivation, sorgst dich um die Zukunft, vertraust nicht auf deine Fähigkeiten. Oftmals sind Entschuldigungen selbstbestimmt und schlichtweg nicht wahr. Tritt nicht auf der Stelle, nur weil „es regnet“, „ich nicht weiß, wie ich das tun soll“, „ich versagen werde“, usw.

Und zu guter Letzt ist da noch das Erlebte, das uns manchmal noch eine ganze Zeit lang im Nacken sitzt und uns das Leben schwer macht. Für gewöhnlich erinnern wir uns nicht so sehr an schöne Ereignisse aus der Vergangenheit, sondern mehr an die schlechten Momente. Diese Augenblicke hinterlassen bei uns tiefe Spuren. Aber die Vergangenheit musst du hinter dir lassen, weil du dich nicht auf das Hier und Jetzt und noch weniger auf das Morgen konzentrieren kannst, wenn du dich zu sehr auf Vergangenes versteifst.

Zum Schluss möchte ich noch gern ein schönes Zitat von Lao Tzu mit dir teilen:

Lasse es fließen, alles kommt. Die Welt ist für diejenigen, die loslassen. Wenn du es versuchst, gehen alle als Gewinner hervor.

Auch interessant