Das Geheimnis hinter der Intuition

1. September 2016 en Kuriositäten 299 Geteilt

Die Intuition hat schon in den unterschiedlichsten Bereichen der Entscheidungsfindung viele hitzige Diskussionen ausgelöst. Sie war ausschlaggebend für zahlreiche politische Entscheidungen und für Unmengen an wissenschaftlichen Entdeckungen. Wenn es uns jedoch gelingt, ein Problem intuitiv zu lösen, erklären das viele mit einem einfachen Geistesblitz oder mit einem Zusammenspiel vieler Faktoren.

Im Allgemeinen wird die Intuition als etwas leicht Mysteriöses angesehen. Das kommt daher, dass es sich dabei um eine Art der Wahrnehmung handelt, die es uns erlaubt, Zugang zu Wissen zu erhalten, von dem wir nicht erahnen können, wo es herkommt. Wir können durch sie etwas bemerken, was uns vor nicht aufgefallen ist. Wir können uns sogar über etwas im Klaren werden, das uns zwar schon bekannt war, wir allerdings vergessen haben.

„Durch Logik beweisen wir etwas, aber durch Intuition entdecken wir etwas.“

Henry Poincaré

Wir alle haben schon irgendwann einmal in unserem Leben Momente erlebt, in denen wir intuitiv gehandelt haben. Für gewöhnlich lassen wir diese Momente aber wegen fehlender Logik außer Acht und zweifeln an, dass sie eine handfeste Grundlage haben. Auch wenn es keine eindeutige Definition für die Intuition gibt, bedeutet das keinesfalls, dass sie nicht existiert.

Auf eine gewisse Weise ist die Intuition eine direkte Wahrnehmung der Wahrheit. Sie ist vollkommen unabhängig von jeglicher Form der logischen Überlegung. Es ist dieses Wissen, das sich ausdrückt, ohne dass wir wissen, dass wir eine Ahnung davon haben. Dazu müssen Herz und Verstand ein ausgeglichenes Verhältnis haben.

Was verbirgt sich hinter der Intuition?

Wir können gemäß unserer Intuition handeln und innerhalb dieses Erfahrungsprozesses, mithilfe von Versuchen und Fehlern, lernen, hauptsächlich auf unsere Intuition zu hören. Es ist wichtig, in die Stille hineinzuhören, wenn wir uns mit uns selbst verbinden wollen, um unseren intuitiven Verstand fließen zu lassen.

Frauen blicken in die Ferne

Durch unsere Intuition taucht auf einmal diese Kenntnis über etwas auf. Wir könnten sagen, dass sie uns den Weg aufzeigt, den wir gehen sollen, um den wahren Sinn einer Sache und die tiefgründige Natur des Verstandes zu entdecken. Sie erlaubt es uns, die Wahrheit anzuerkennen, sie kennenzulernen und zu erleben. Wenn wir unsere Intuition stärken wollen, müssen wir unsere Aufmerksamkeit trainieren.

Das Einzigartige an der Intuition ist die Tatsache, dass sie über den Verstand hinausgeht, ohne gegen ihn zu arbeiten. Natürlich ersetzt sie ihn nicht, aber sie vervollständigt ihn und manchmal ist sie ihm einen Schritt voraus. Sie stattet uns mit einem kreativen Denken aus und somit können wir über unser Wissen hinausgehen. Wir können sie aber auch nicht dem rationalen oder irrationalen Denken zuordnen.

Offensichtlich gibt es Faktoren, die die Entwicklung der Intuition erschweren oder begünstigen. Unentschlossenheit, Vernunft, die Angst davor, sich zu irren, fehlendes Vertrauen und Wertschätzung gegenüber uns selbst können sie beeinträchtigen. Auf der anderen Seite wird sie durch Handeln, Aufmerksamkeit, Gelassenheit, einen offenen Verstand, die Wahrnehmung und den Lernprozess gefördert.

Ihr Einfluss auf sofortige Entscheidungen

Es gibt Situationen, für die augenblicklich eine Lösung gefunden werden muss. In solchen Momenten holt unser Verstand abgespeicherte Erinnerungen wieder hervor und stellt eine direkte Verbindung zu dem her, was wir lösen müssen. Die besagten Erinnerungen haben einen emotionalen Charakter und stehen in Zusammenhang mit vergangenen Erfolgen oder Misserfolgen. Selbstverständlich bestimmen diese Erinnerungen die Entscheidung, die wir in der Gegenwart treffen.

Die Intuition einer Frau

Hier ein Beispiel: Wir bekommen einen Job angeboten. Unser Gehirn erinnert sich an all die von uns gemachten Erfahrungen im Berufsleben zurück und aufgrund dessen treffen wir dann eine Entscheidung, die wir für angebracht halten. Die Entwicklung dieser Gedankenfolge findet im Bewusstsein statt. Aus diesem Grund sind wir dazu in der Lage, die Gründe abzuwägen, die uns zu dieser Entscheidung bewegten.

Andererseits gibt es auch Situationen, in denen solche Entschlüsse unterbewusst getroffen werden. Wenn das Ergebnis positiv ist, führen wir das auf unsere Intuition zurück und können nicht erklären, wieso wir dachten, dass das der richtige Weg sei. In diesem Fall ist die Intuition eine Art Ahnung, die nicht von unserem Bewusstsein oder unserer Vernunft gelenkt wird. Dafür wird sie es aber von zuvor gemachten Erfahrungen und den damit verbundenen Emotionen.

Die Intuition und die Erfahrung

Erste Studien Ende des 20. Jahrhunderts, an denen Berufstätige verschiedener Branchen beteiligt waren, haben interessante Ergebnisse geliefert. Beispielsweise fand man heraus, dass diejenigen, die mehr Zeit damit verbrachten, ihren Beruf auszuüben, viel intuitiver waren. Am überraschendsten war, dass ihre Intuition nur wenige Male falsch lag. Das ist auch der Fall bei Ärzten, von denen man sagt, dass sie ein „geschultes Auge“ hätten, mit dem sie sofort erkennen könnten, was einem fehlt.

Natürlich haben wir die Möglichkeit, einen größeren Erfolg zu erzielen, wenn wir mehr Erfahrung besitzen, ohne dabei große Überlegungen anstellen zu müssen. Manche sind der Meinung, dass intuitiv das Richtige zu tun nur etwas rein Statistisches wäre. Doch das stimmt nicht. Es sind unsere Erlebnisse, die wir permanent in unserem Unterbewusstsein abspeichern, die unsere Intuition schärfen. Das ist kein Zufall, sondern schlichtweg eine andere Art und Weise, letztendlich richtig zu liegen.

Intuition

In der Vergangenheit gemachte Erfahrungen, die an ein bestimmtes Gefühl gekoppelt sind, fließen in unsere intuitive Entscheidungsfindung mit ein. Dieser Prozess findet unterbewusst statt und hat ebenso mit der Persönlichkeit und den Überzeugungen jedes einzelnen Individuums zu tun. Daher gibt es Menschen, die intuitiver handeln als andere.  Auch wenn ein Großteil der Welt der Intuition weiterhin Rätsel aufgeben wird, ist es dennoch belegt, dass es sich bei ihr um etwas Reales handelt, das uns tagtäglich begegnet.

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