Mark Bustos, prominenter Friseur im Dienste der Armen

Mark Bustos ist ein Promi-Friseur mit einer anspruchsvollen Kundschaft und einem sehr erfolgreichen Beruf. Um dem, was er tut, mehr Bedeutung zu verleihen, hat Mark es sich zur Aufgabe gemacht, seine Dienste jede Woche den Ärmsten der Armen zukommen zu lassen. Ein wahres Vorbild für uns alle.
Mark Bustos, prominenter Friseur im Dienste der Armen
Gema Sánchez Cuevas

Geprüft und freigegeben von der Psychologin Gema Sánchez Cuevas.

Geschrieben von Redaktionsteam

Letzte Aktualisierung: 22. Oktober 2022

Mark Bustos hat ein Motto, das auch sein Lebensprojekt auf den Punkt bringt: “Etwas Großartiges für jemanden zu tun.” Genau das macht er seit acht Jahren, und zwar mit dem Werkzeug, das er am besten beherrscht: seiner Friseurschere. Mark Bustos ist ein gefeierter New Yorker Hairstylist, der im exklusiven Stadtteil West Chelsea in Manhattan arbeitet. Genauer gesagt ist er im Three Squares Studio tätig, einem mondänen Salon, in dem sich die Reichen und Berühmten der Stadt stylen lassen.

Ein Haarschnitt bei Mark Bustos kostet mehrere hundert Dollar – außer sonntags. An diesem Tag geht er durch die Straßen und sucht nach Obdachlosen, die ihr Aussehen verändern wollen. Dieser Stylist arbeitet für sie kostenlos, deshalb wird er auch der “Friseur der Armen” genannt.

“Für großzügige Seelen sind alle Aufgaben edel.”

Euripides

Mark Bustos, prominenter Friseur im Dienste der Armen

Mark Bustos, ein engagierter Friseur

Die Familie von Mark Bustos kam vor vielen Jahren von den Philippinen in die Vereinigten Staaten. Mark wurde in New York geboren und interessierte sich schon in jungen Jahren für das Friseurhandwerk. Er begann damit, sich selbst zu stylen und sich einen Salon in seiner Garage einzurichten. Heute sagt er, dass er noch nie einen Cent mit etwas anderem als mit dem Haareschneiden verdient hat. 

Mit der Zeit machte sich Bustos einen Namen als großartiger Hairstylist. Er wurde Friseur für Prominente und Aristokraten. Aber es gab etwas, das ihn verfolgte. Wie er sagte, hat er das Gefühl, dass es zu viel Negativismus in der Welt gibt, und er wollte etwas tun, das inspiriert – etwas, das die Hoffnung nährt.

Sein Leben änderte sich während eines Urlaubs im Jahr 2012. Bei dieser Gelegenheit besuchte er die Philippinen mit seiner Freundin LaLa Javier, die ebenfalls philippinischer Herkunft und Friseurin ist. Die beiden richteten einen Salon in dem ehemaligen Friseursalon ihres verstorbenen Vaters ein. Dort boten sie armen Kindern und Jugendlichen kostenlose Haarschnitte an .

Eine inspirierende Aufgabe

Die Erfahrung mit den Kindern auf den Philippinen hat Mark Bustos sehr beeindruckt. Er war schon immer der Meinung, dass das Aussehen nicht das Wichtigste ist, aber es eine große Bedeutung hat. Er weiß, dass eine Person mit einem guten Haarschnitt mehr respektiert wird. Am wichtigsten ist jedoch, dass die Person durch den Haarschnitt ihr Selbstvertrauen stärkt.

Während seiner Reise auf die Philippinen war er beeindruckt von der großen emotionalen Wirkung, die die Haarschnitte auf die Kinder hatten. Nach seiner Rückkehr nach New York machte er sich also daran, die Arbeit fortzusetzen. Seither schneidet er an Sonntagen Bedürftigen die Haare. Er steht schon früh am Morgen auf und geht auf die Suche nach Obdachlosen, die ihr Aussehen verändern möchten. Mark Bustos begrüßt diese mit “Heute möchte ich etwas Gutes für dich tun” und 80 % der Menschen nehmen seine Hilfe an.

Bevor er ihnen die Haare schneidet, gibt Mark Bustos diesen Menschen Lebensmittel und ein Set mit Hygieneartikeln. Wenn sie zustimmen, ihre Haare schneiden zu lassen, beginnt die Prozedur sofort auf der Straße. Wenn sie ihr Aussehen nicht verändern wollen, behalten sie einfach die Lebensmittel und Hygieneprodukte.

Mark Bustos, der Friseur der Armen

Für jemanden etwas Besonderes sein

Mark wird von einem befreundeten Fotografen, Devin Masga, begleitet. Diesre hält die Szenen fest, um andere zu inspirieren. Während Mark den Obdachlosen die Haare schneidet, erzählen diese Leute ihre Geschichte, die er dann mit der Welt in seinen sozialen Netzwerken teilt.

Der erste Obdachlose, dem er die Haare schnitt, hinterließ zweifellos tiefe Spuren: Es war Jamar, ein schweigsamer Mann, dem es gleichgültig zu sein schien, was um ihn herum geschah. Als er sich jedoch nach dem Haarschnitt im Spiegel sah, änderte sich sein Gesichtsausdruck. Er fragte Mark, ob dieser wüsste, wo er Arbeit finden könnte. Dem Friseur wurde dadurch klar, dass die Veränderung des Aussehens viel tiefer geht und nicht nur körperlich ist. Der Mann sah sich selbst im Spiegel und schöpfte Hoffnung auf ein besseres Leben.

Mark Bustos ist der Beweis dafür, dass man sich besser fühlt, wenn man andere glücklich macht, auch wenn es nur kleine Gesten sind. Unser Leben erhält damit einen größeren Sinn. 

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  • Yubero, S., & Larrañaga, E. (2002). Concepción del voluntariado desde la perspectiva motivacional: conducta de ayuda vs. altruismo. Pedagogía Social. Revista Interuniversitaria, (9), 27-39.


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