Kleine Dinge, die dich glücklich machen, von denen du das nur nicht gewusst hast

· 5. September 2016

Glück ist wohl etwas, was wir nur sehr schwer definieren können, wonach wir aber alle sehnsüchtig suchen. Manchmal so sehr, dass wir selbst zum Urheber unseres Unglücks werden, weil wir uns selbst zu große Ansprüche stellen, nach deren Erfüllung wir endlich glücklich werden, auf Teufel komm raus, komme was wolle.

Wenn du jemanden danach fragst, wo sich das Glück befindet, dann wirst du gewöhnlich Antworten bekommen, die sich auf etwas Äußerliches beziehen, auf etwas Vergängliches, auf etwas, was sich außerhalb unserer Kontrolle befindet. „Gesundheit, Geld und Liebe, wer diese drei Dinge hat, der sollte Gott dankbar sein“,  sagt ein Lied.

Aber in Wirklichkeit stimmt das gar nicht, denn weder die Gesundheit, noch das Geld noch die Liebe machen dich glücklich und zu glauben, dass dein Gemütszustand von diesen Bereichen deines Lebens abhängt, ist ein großer Fehler, der dich am Ende nur noch unglücklicher machen wird.

Wo suchen wir gewöhnlich nach Glück?

Wir haben uns als Menschen leider eine Vielzahl von irrationalen Glaubensvorstellungen ausgedacht. Es geht um Forderungen und Bedürfnisse, die nur in unserem Verstand existieren, die wir aber für absolute Wahrheiten halten. Unerschütterliche Lehren, die so oder so unseren Weg bestimmen müssen. Sie zu hinterfragen kann in uns jedoch ein solches Schwindelgefühl erzeugen, als würden wir uns über einen steilen Abhang beugen.

Wir nehmen sie als einen Befehl, wir lassen uns von ihnen leiten, wir verinnerlichen sie und wir verteidigen sie sogar, obwohl sie uns nur leiden lassen.
Frau-in-einem-Vogelkaefig
 Wir glauben fälschlicherweise, wenn wir diese Bedürfnisse und Anforderungen erfüllt haben, dass wir dann das Glück finden werden und dass wir uns im gegenteiligen Fall, wenn unser Weg unterbrochen wird und wir unsere Erwartungen nicht erfüllen, sehr schlecht fühlen. Dies erzeugt Belastungen, die niemand aushalten kann. Normalerweise geht es bei diesen Glaubensvorstellungen darum, stets die Bestätigung anderer zu bekommen, eine perfekte eigene Leistung bei irgendeiner wichtigen Aufgabe zu bringen, es geht um die Gesundheit, um eine stabile und perfekt funktionierende Beziehung, es geht darum, Mutter zu werden, jemand Interessantes und Charismatisches zu sein… usw. Es gibt in der Tat viele Glaubensvorstellungen und jede Person hat ihre eigenen, aber grundsätzlich haben alle mit denen zu tun, die wir gerade aufgelistet haben: „Arbeit schafft Würde.“ – „Die Uhr tickt.“ – „Geld macht glücklich.“ – „Gesundheit ist das Wichtigste.“
In diesen Dingen suchen wir gewöhnlich nach unserem Glück, was dazu führt, dass wir kaum realistische Erwartungshaltungen entwickeln und am Ende sogar sehr unglücklich werden. Selbststudien bestätigen, dass wir umso unglücklicher werden, je mehr Bedürfnisse wir gedeckt haben, und sich dieses Gefühl beständig vergrößert.

Was einen wirklich glücklich macht

Wenn wir doch immer mehr besitzen und immer bequemer, in mehr Wohlstand, leben, warum sind wir dann unglücklicher? Was läuft hier schief?

Was schief läuft ist, dass wir glauben, dass Äußerliches uns glücklich machen wird. Natürlich macht es dir eine Freude, wenn du deinen Traumjob findest, wenn du einen Partner findest, der dich liebt und gut behandelt, oder wenn du Geld hast, aber in Wirklichkeit wirkt all dies nur kurzfristig. Und es handelt sich um Freude, nicht um Glück.

Der Mensch gewöhnt sich schnell an das, was er hat, und ständig braucht er mehr und mehr, und da er keinen Deckel kennt, gibt er sich nicht damit zufrieden.

Wer kennt nicht die Multimillionäre, die trotzdem stehlen? Haben sie nicht genug? Wer kennt nicht jemanden, der sich auf der Arbeit abrackert, obwohl es zum Leben auch die Hälfte täte?

Der-Koerper-spricht

Wenn wir Menschen merken, dass wir nicht glücklich sind, obwohl wir alles haben, dann glauben wir, dass die Lösung darin besteht, noch mehr von dem zu haben, was wir bereits besitzen: Mehr Stunden arbeiten, versuchen, noch schöner auszusehen, mehr Geld zu verdienen, mehr zu reisen, verzweifelt nach einem Partner suchen… wodurch der Absturz noch mehr wehtut.

Was diese Menschen nicht wissen, ist, dass sich das Glück in ihnen selbst befindet, in ihrer Einstellung, darin, wie sie sich dazu entscheiden, das Leben zu genießen und wie ihre Wertmaßstäbe funktionieren.

Das Glück besteht darin, wie du das wertschätzt und an dem Spaß hast, was du hast, egal ob es viel oder wenig ist. Es gibt Menschen, die sehr wenig haben und viel glücklicher sind als die, die große Villen und Vermögen besitzen. Und es gibt nicht wenige Beispiele von Menschen, die alles haben, aber schließlich Selbstmord begehen, nachdem sie ein ganzes Leben lang Betäubungsmittel genommen haben.

Wenn du glücklich sein willst, dann fange an, alles in deiner Umgebung wertzuschätzen und höre auf, dich über das zu beschweren, was nicht da ist. Es ist fast unmöglich, dass alle Bereiche deines Lebens erfüllt sind, aber das soll nicht heißen, dass du nicht glücklich sein kannst mit dem, was du in den Händen hältst.
Durch-den-Sternenhimmel-fliegen
Der Geruch nach Kaffee am Morgen, das Lachen deiner kleinen Tochter, mitten im Wohnzimmer auf ein schönes Lied mit deinem Partner tanzen, mit deinen Hunden den Schmetterlingen hinterherrennen, die Sterne betrachten, ein gutes Gespräch am Strand führen, während dir der Wind ins Gesicht bläst oder eine Flasche Wein aufmachen, während ein heißes Bad auf dich wartet… Dies sind die kleinen Dinge, die dich glücklich machen, wusstest du das?

Ich mag den Geruch glücklicher Menschen, sie riechen nach Hoffnung

Es gibt Tage, an denen wir uns dazu entscheiden, das Lächeln aufzusetzen, was andere uns schenken. Es ist fast unausweichlich, dass die Hoffnung…>>>Mehr