Die Beziehung zwischen Haut und Emotionen

29. April 2018 en Emotionen 4 Geteilt
Haut und Emotionen - Schmetterling auf der Schulter einer Frau

Wenn du traurig oder gestresst bist, wirkt deine Haut rauer und weniger glänzend. Sie ist dehydriert und sieht blasser aus, als das normalerweise der Fall ist. Wenn du dich andererseits gut fühlst, scheint deine Haut in perfektem Zustand zu sein. Diese Beobachtung geht auf die aufschlussreiche Beziehung zwischen Haut und Emotionen zurück.

Mit einer Fläche von beinahe zwei Quadratmetern und einem Gewicht von fast 5 kg ist die Haut das größte Organ des Körpers. Und zufälligerweise reflektiert sie unsere Stimmung und gesundheitlichen Probleme. Deswegen werden hochgradig negative Gefühle auf unserer Haut sichtbar: Allergien, Brennen, Rauheit, Rötungen, Ekzeme, Nesselausschlag, Trockenheit, Risse, Wunden, Pigmentveränderungen, Schwitzen, Dehydrierung … Dies sind nur einige der möglichen Veränderungen deiner Haut, die keinen physiologischen Auslöser haben müssen. Sie könnten psychosomatische Veränderungen, also das Ergebnis psychischer und emotionaler Defizite sein.

So steht das atopische Ekzem mit Angst und Phobien im Zusammenhang. Menschen mit diesen Problemen neigen dazu, ihre aggressiven Impulse streng zu kontrollieren, wodurch diese sich an ihre Haut wenden. Andererseits werden Nesselausschläge mit dem Hirngespinst in Verbindung gebracht, dass man angegriffen würde. Deshalb neigen die Betroffenen dazu, ängstlich, passiv und empfindlich zu sein. Vor allem in ihrem Beziehungen.

Deine Haut und deine Emotionen sind aufs Engste miteinander verbunden. Manchmal bringt deine Haut genau die Sache zum Ausdruck, die du versuchst zu verstecken. 

Vorübergehende Veränderungen der Haut

Wenn du verlegen bist, färben sich deine Wangen rot. Sobald du Angst hast, wird deine Haut blass. Wenn du verliebt bist, erhellt das dein Gesicht. Und wenn dich etwas stark berührt, bekommst du eine Gänsehaut. Es gibt viele Fälle, in denen kleine Veränderungen der Haut einen Hinweis auf deine Gefühlslage geben. Jedoch solltest du deinen Hausarzt oder Dermatologen aufsuchen, wenn du plötzliche Veränderungen deiner Haut wahrnimmst. Sie können ernste Erkrankungen ausschließen.

Frau berührt die Haut ihrer Schulter

Die Reize, die du von deiner Umgebung erhältst, aktivieren eine Reihe vom Systemen in deinem Körper. Wenn du zum Beispiel wütend bist, schaltet dein Körper unter anderem das Nervensystem, das Hormonsystem und das Immunsystem ein. Das unangenehme Gefühl der Wut verursacht eine Reihe von Veränderungen in deinem Körper. Diese finden sowohl innerlich als auch äußerlich statt.

Bestimmte Bereiche von Haut und Emotionen

Die sichtbaren Veränderungen auf deiner Haut zeigen das Ausmaß und die Intensität der Emotion in diesem Körperbereich.

  • Wenn du kleine Pickel oder Pusteln in deinem Gesicht entwickelst, könntest du Angst davor haben, dein Ansehen zu verlieren. Möglicherweise hast du einen Minderwertigkeitskomplex oder sogar ein extremes Schutzbedürfnis.
  • Veränderungen auf deinem Kopf könnten ein Zeichen einer kreativen Blockade sein. Vielleicht musst du dein Denken verändern oder eine Pause einlegen. Dies könnte auch im Zusammenhang mit einer Sehnsucht nach der Vergangenheit oder mit emotionalen Wunden stehen.
  • Lippenherpes und Gerstenkörner sind oft Zeichen der Instabilität und Nervosität. Deine Haut und Emotionen vereinen sich, um deine Panik, Wut, Angst, Verzweiflung oder deinen emotionalen Panzer zu veräußerlichen. Wenn du Herpes im Bereich der Genitalien hast, bedeutet das, dass du mit Gefühlen der Schuld oder der Bestrafung kämpfst. Man sagt auch, dass Herpes in diesem Körperbereich ein Zeichen der Ambivalenz zwischen der sexuellen Begierde und des Schamgefühls sei.
  • Veränderungen der Haut an deinen Füßen könnten bedeuten, dass du unzufrieden damit bist, wo du dich gerade befindest. Und auch, dass du eine Veränderung brauchst.
  • Wenn du Hautprobleme an deinen Armen hast, könnte das bedeuten, dass du mehr Zuneigung und emotionalen Kontakt brauchst. Ebenso könnte es auf Konflikte auf der Arbeit oder in der Schule hindeuten. Vor allem ist das der Fall, wenn du Hautläsionen an deinen Ellenbogen entwickelst.
  • Wenn du Hautprobleme an deinen Händen hast, besteht für dich ein Ungleichgewicht zwischen Geben und Nehmen.

Mann mit Hautproblemen greift sich an den Kopf

Welche Hautschicht?

Die Haut besteht aus drei Schichten: aus Epidermis, Dermis und Hypodermis. Die Epidermis ist die äußere Schicht, die Hypodermis hingegen ist die tiefste Schicht, die Unterhaut. Zwischen den beiden befindet sich die Dermis. Die Art des emotionalen Konflikts bestimmt darüber, in welcher Hautschicht es zu Problemen kommt. Dies ist ein klarer Beweis für die Beziehung zwischen Haut und Emotionen.

  • Probleme in der Epidermis zeigen meist Konflikte bezüglich einer Trennung oder einer Scheidung an. Oder auch bezüglich Problemen mit einem Familienmitglied, mit Freunden oder dem sozialen Umfeld allgemein. Ekzeme sind ein Zeichen dafür, dass du Angst davor hast, allein oder isoliert zu sein. Eine Sklerodermie kann eine Art der dramatischen Trennung widerspiegeln, die keine Lösung hat. Psoriasis dagegen ist ein Zeichen einer doppelten Trennung – einer Trennung von sich selbst und von jemand anderem.
  • In der Dermis sehen wir ebenfalls Trennungsprobleme und einen Verlust der körperlichen Identität. In dieser Hautschicht bilden sich Warzen, eine Art Narbe, die durch einen vorherigen Angriff verursacht wurde. Sie sind Schutzschilde, aber auch Zeichen des Angriffs oder der Aggression. Wenn sich diese an den unteren Extremitäten entwickeln, steht der Konflikt mit der Kindheit im Zusammenhang.
  • Schließlich deuten Probleme in der Hypodermis darauf hin, dass du dich mit deinem Aussehen nicht wohlfühlst. Dir mangelt es an Selbstvertrauen, du bist übergewichtig oder sammelst Wasser an. Dies steht auch im Zusammenhang mit einer strengen Eigenkritik.

Emotionale Krankheiten

Wenn deine Leber nicht mehr ordnungsgemäß funktioniert, kommt es zu einer Akkumulation von Bilirubin und zum Ikterus, also zur Gelbsucht. Das heißt, deine Haut verfärbt sich gelb. Dies ist ein Beweis für die Beziehung zwischen der Haut und anderen Organen. Obwohl die wissenschaftliche Beweislage bezüglich Haut und Emotionen weniger eindeutig ist, glaubt man, dass die lange Unterdrückung von negativen Gefühlen ernstzunehmende Auswirkungen auf die körperliche Gesundheit habe. Dazu gehören Hass, Ärger, Eifersucht und Wut.

Doppelbild einer Frau

Wie du sehen kannst, sind deine Haut und deine Emotionen eng miteinander verbunden. Deswegen solltest du dich um Hautprobleme auch insofern kümmern, als dass du den inneren Dialog suchst. Verlasse dich nicht nur auf Feuchtigkeitscremes oder medizinische Lotionen. Um Hautprobleme zu lösen, musst du oft nach innen blicken.

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