5 Fehler, die Eltern bei ihren Kindern begehen

· 21. Dezember 2015

„Da mich meine Mutter keine Schokolade essen ließ, kaufe ich meiner Tochter nun ganze Tafeln.“ – „Mein Vater wollte, dass ich studiere, weshalb ich meinem Sohn nun die Freiheit lasse, zu machen, was er will.“Kommen dir diese Sätze bekannt vor?

Es gibt eine Vielzahl von Handbüchern, die erklären, wie man zu perfekten Eltern wird; aber in Wirklichkeit ist es die Übung, die den Meister macht und im realen Leben ist es nicht so einfach, diese Ratschläge in die Praxis umzusetzen.

Mit Sicherheit ist dir, als du klein warst, irgendwann mal eine „Ungerechtigkeit“ widerfahren. Und wahrscheinlich hast du dir geschworen, deinen Kindern niemals dasselbe anzutun. Eventuell hältst du dich sogar daran, aber das bedeutet nicht automatisch, dass es gut für sie ist.

Wusstest du, dass die Hälfte aller Selbsthilfebücher in Bibliotheken Ratgeber für gute Eltern sind? Die Angst, etwas falsch zu machen oder Fehler aus der Vergangenheit zu wiederholen, ist groß und bestimmt, was Erwachsene heutzutage lesen.

Aber Achtung, wir dürfen nicht vergessen, dass Fehler kein Versagen bedeuten. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, wie man zu sagen pflegt. Einer der häufigsten Fehler, die Eltern begehen, ist zu versuchen, zu vermeiden, dass die Kinder dasselbe wie sie selbst in ihrer eigenen Kindheit „erleiden“. Das kann passieren, weil wir manchmal glauben, dass es etwas Schlechtes war, obwohl sie es in Wirklichkeit „nur zu unserem Besten getan haben.“

Spielendes Mädchen

Wenn unsere Mutter uns zum Beispiel nicht jeden Tag Schokolade essen ließ, tat sie dies nicht aus Bösartigkeit, sondern weil sie wusste, dass dies zu Karies, Übergewicht oder anderen Problemen führen konnte. Und wenn unser Vater uns täglich fragte, ob es in der Schule gut lief, tat er dies nicht, um uns zu kontrollieren.

Forscher haben herausgefunden, dass wir die Traumata und Klischees unserer Eltern erben und es ist sehr wahrscheinlich, dass wir sie auch an unsere Kinder weitergeben werden. Außerdem kann es passieren, dass du die Ausdrucksweisen, die man dir als kleines Kind beigebracht hat, auch deinen eigenen Kindern beibringst, oder dass deine Kinder unter Konsequenzen eines Problems in deiner eigenen Kindheit leiden werden.

Die häufigsten Déjà-vus in der Erziehung

Es geht um diese Dinge, die deine Eltern immer zu dir sagten, und die du sicher gehasst hast, die du aber nun auch zu deinen eigenen Kindern sagst:

1- „Dein Wunsch ist mir Befehl!“

Du fühlst dich schlecht, weil du sie den ganzen Tag allein lässt, um arbeiten zu gehen. Also kaufst du ihnen alles, was sie wollen, folgst ihren Launen, egal worum es sich dabei handelt. Da du nicht da bist, wenn sie aufwachsen, denkst du, du müsstest es „irgendwie wieder gut machen.“ Wie? Mit Geschenken.

2- „Dieser Lehrer hat mich auf dem Kieker.“

Wenn wir früher mit einer schlechten Note nach Hause kamen, bekamen wir Hausarrest. Wenn dies heutzutage passiert, verlangen Eltern nach einem Gespräch mit dem Lehrer und nach Erklärungen, warum er ihren Sohn durchfallen lassen hat. Versuche nicht, die Situation zu erklären, indem du denkst, dass der Lehrer dein Kind auf den Kieker genommen hat und dass nichts die Schuld deines Kindes ist.

Opa Papa Sohn

3- „Der Fernseher wird sie schon beschäftigen…“

Dies ist eine modernere, schlechte Angewohnheit, die wir wahrscheinlich selbst nicht erlebt haben, als wir klein waren, denn damals war die Auswahl an Sendungen, Videospielen, sozialen Netzwerken, Websites, etc. nicht so groß,

Eventuell hast du dich nicht nur einmal geärgert, weil dich deine Eltern ohne ferngesehen zu haben auf dein Zimmer geschickt haben, um zu lernen. Nun bist du der Überzeugung, dass es okay ist, dass deine Kinder Stunden vor dem Bildschirm verbringen, was dir gleichzeitig auch ihre Aufsicht erleichtert.

4- „Sie wissen bestimmt, dass ich sie liebe…“

Unserem Umfeld gegenüber unsere Liebe auszudrücken, ist nie zu viel. Wenn die Kinder noch ganz klein sind, ist es einfacher, ihnen zu sagen, dass sie für uns das Wichtigste auf der Welt sind, dass wir sie lieben, etc., aber im Verlaufe der Zeit lässt dies nach.

Wenn unsere Kinder erwachsen werden, wird es ihnen unangenehm und sie bitten ihre Eltern, dass sie aufhören sollen, ihnen ihre Liebe in der Öffentlichkeit auszudrücken, denn es ist ihnen peinlich. Anstelle klein bei zu geben, mach mit deinen Zärtlichkeiten einfach weiter.

5- „Sie hören nur auf mich, wenn ich sie bestrafe.“

Man kann sagen, dass es die einfachste Art ist, unsere Kinder zu bestrafen, um dafür zu sorgen, dass sie etwas Schlechtes nicht noch einmal tun. Aber wie lange wird diese Lektion Wirkung haben?

Wenn sie wissen, dass du bereits am nächsten Tag vergessen haben wirst, was passiert ist, und sie machen lässt, was sie wollen, werden deine Worte nicht viel bringen. So streng deine eigenen Eltern auch waren, erinnere dich daran, dass es damals keine größere Strafe gab als eine ordentliche Zurechtweisung.