Wie du dein Immunsystem stärken kannst

· 23. April 2018

Wenn man gegen etwas immun ist, heißt das, dass man dagegen geschützt ist. Genau das ist der Zweck des Immunsystems. Es ist die natürliche Abwehr im Kampf gegen Infektionserreger und andere Gefahren. Wenn das Immunsystem schwach ist, kann der Körper Infektionen nicht mehr so effektiv bekämpfen. Nachfolgend geben wir dir deshalb ein paar Tipps, wie du dein Immunsystem stärken kannst.

Wie funktioniert das Immunsystem?

Die wichtigsten Zellen des Immunsystems werden Leukozyten oder weiße Blutkörperchen genannt. Wenn der Organismus eine Besiedlung durch Erreger erkennt, dann werden genau diese Zellen aktiviert. Sie fließen mit dem Blut zum Tatort. Dort sollen sie den Infektionsherd umschließen, die Erreger abtöten und das angegriffene Gewebe reparieren.

Das Immunsystem reagiert mit einer Entzündung, um mit der Infektion umzugehen. Diese können durch Bakterien, Pilze, Viren, Protozoen oder Prionen ausgelöst werden. Dein Immunsystem erkennt die kleinen Teilchen, die schädlich für den Körper sind. Nachdem diese Oberflächen besiedelt haben oder in Gewebe eingedrungen sind, reagiert das Immunsystem, indem es sie angreift und zerstört. Die Schwellung ist ein Zeichen der Entzündung nimmt erst ab, wenn die Gefahr gebannt ist. Das gilt übrigens auch für den Schmerz, der durch Substanzen ausgelöst wird, die die Leukozyten freisetzen.

Ein weißes Blutkörperchen schwebt vor vielen roten Blutkörperchen.

Wenn das Immunsystem nicht richtig arbeitet …

Ein beeinträchtigtes Immunsystem hat viele negative Auswirkungen auf den Körper. Immunschwäche ist eine davon. Die Abwehr bricht zusammen. Immunschwäche geht mit einem geringeren Schutz und einer schwächeren Verteidigung einher.

Als weitere negative Auswirkung kann es zu sogenannten Autoimmunerkrankungen kommen. Der Körper greift dann fälschlicherweise gesunde, körpereigene Zellen an. Der Organismus kann nicht mehr zwischen Eigengewebe und Erregern unterscheiden. Und weil er so irritiert ist, löst er Entzündungen in gesunden Körperpartien aus. Es gibt unzählige Arten von Autoimmunerkrankungen. In den meisten Fällen sind die Gründe für deren Entstehung nicht bekannt. Man geht jedoch davon aus, dass eine genetische Komponente eine gewisse Rolle spielt. Bei Frauen kommen diese Erkrankungen öfter vor.

Tipps, um das Immunsystem zu stärken

Neben den genannten inneren Faktoren, können auch äußere Faktoren die Funktion des Immunsystems beeinflussen. Auf letztere haben wir eher Einfluss. Deshalb sollten wir uns diese zunutze machen und folgende Tipps berücksichtigen:

Eine ausgewogene Ernährung

Dies ist tatsächlich der wichtigste Faktor, wenn es um ein gestärktes Immunsystem geht. Deine Ernährung muss ausgewogen sein. Das heißt, dass du alle Nährstoffe in der Menge zu dir nimmst, wie dein Körper sie braucht.

Achte besonders auf eine ausreichende Versorgung mit folgenden Nährstoffen, die dein Immunsystem stärken:

  • Vitamin C – findet man überwiegend in Gemüse, z. B. in Kohl und Broccoli sowie in verschiedenen Obstsorten wie Orange, Grapefruit, Guave und Zitronen.
  • Vitamin E – findet man in Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl, Distelöl, Mais und Sojabohnen. Es ist auch in Mandeln, Erdnüssen & Haselnüssen sowie in grünem Blattgemüse wie Spinat enthalten.
  • isen – ist in magerem roten Fleisch enthalten, z. B. Kalb- oder Rindfleisch, in Meeresfrüchten, Leber und in Eiern.
  • Zink und Selen – findet man in großen Menge in Rindfleisch, Pute und Hähnchen. Außerdem in Shrimps, Hummer und in den meisten anderen Fischarten.

Zu einer ausgewogenen Ernährung zählen außerdem ungesättigte Fettsäuren. Diese findet man z. B. in Nüssen, Lachs, Thunfisch oder Olivenöl. Außerdem gehören Milchprodukte dazu, Eiweiße, Kohlenhydrate, Vitamine, Mineralstoffe und täglich mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse.

Eine gesunde Frau mit einem grünen T-Shirt isst einen leckeren Salat, um ihr Immunsystem zu stärken.

Vermeide Infektionen

Es gibt zu viele alltägliche Situationen, in denen wir nicht auf die Hygiene achten. Den ganzen Tag fassen wir Dinge an: Türgriffe, Badezimmer, Tastaturen … So können Viren und Bakterien aus unserer Umwelt aufgenommen werden. Deswegen solltest du dir jedes Mal die Hände waschen, bevor du etwas isst. Obwohl es selbstverständlich sein sollte, ist es nie verkehrt, sich daran zu erinnern: Viele Infektionen können durch Händewaschen vermieden werden.

Ebenso sollte Obst und Gemüse gewaschen werden, bevor man es isst, auch wenn es durch Lebensmittelstandards sicher scheint. Hierbei genügt es, wenn du Wasser und Essig benutzt. Außerdem empfiehlt es sich, bei Fleisch und Fisch die Kühlkette nicht zu unterbrechen.

Treibe Sport

Eine halbe Stunde Sport an mindestens drei Tagen pro Woche kann sich ebenfalls sehr förderlich auf dein Immunsystem auswirken. Regelmäßige Bewegung hält deine Muskeln aktiv. Es hilft außerdem dabei, jede Zelle deines Körpers mit Sauerstoff zu versorgen und sie damit in ihrer Funktion zu unterstützen.

Wichtig dabei ist es, eine Sportart zu finden, die fast alle Muskelgruppen deines Körpers anspricht. Dazu gehören z. B. Schwimmen, Tennis, Radfahren, Joggen oder Walking. Alle diese Sportarten fördern die Koordination und die Beweglichkeit des ganzen Körpers.

Pass aber auf! Nicht nur langes Sitzen beeinträchtigt die Blutzirkulation und begünstigt so Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch wenn man es mit dem Sport übertreibt, kann das negative Auswirkungen auf das Immunsystem haben. Wenn du die Grenzen deines Körpers nicht beachtest und ihn bis zur Erschöpfung führst, kannst du deine Abwehrkräfte stark mindern. Daher ist es wichtig, sich seine Kräfte einzuteilen und schrittweise zu testen, wie weit man gehen kann.

Meditation und Entspannung

Stress, Angstzustände oder Depressionen können unsere Abwehrfähigkeiten stark beeinflussen. Wenn wir dauerhaft Stress ausgesetzt sind, gefährden wir damit nicht nur unseren Geist. Auch unsere Widerstandsfähigkeit kann sich verschlechtern, was das Auftreten von Krankheiten begünstigt. Um dies zu vermeiden, können wir entspannende Sportarten wie Yoga oder Tai-Chi praktizieren. Achtsamkeit und Meditation gehören ebenso zu den leicht zu praktizierenden Entspannungstechniken. Dadurch wird wieder ein Gleichgewicht zwischen Geist und Körper hergestellt.

Eine Frau sitzt meditierend an einem friedlichen See.

Wir sind ununterbrochen Schadstoffen ausgesetzt: Zigarettenrauch, Umweltverschmutzung, Staub und Abgase. Wir müssen unser Immunsystem stärken, um robust gegen schädliche Einflüsse zu bleiben. Wenn du diese Ratschläge berücksichtigst, wird dein Immunsystem stark. Dein Körper wird es dir danken.