Die wertvollste Auszeichnung, die du bekommen kannst, ist die, eine gute Person zu sein

· 5. September 2016

Die wertvollste Auszeichnung, die du bekommen kannst, ist die, eine gute Person zu sein. Diesen Titel erhält man natürlich weder in der Schule noch an der Universität, sondern auf unserem Weg durch das Leben. Und egal wie dieses auch sein mag, wenn wir gute Wertvorstellungen haben, dann werden diese sich auch in unseren Handlungen widerspiegeln.

Jedoch sollte diesbezüglich hervorgehoben werden, dass, auch wenn wir überzeugt sind, stets „das Gute geben“ zu müssen, wir dennoch manchmal in Bahnen gelangen, aus denen wir nur schwer wieder herausfinden und wir nicht immer mit Güte handeln und das Richtige tun können. In einer konfliktreichen, polarisierten Situation lassen sich diese Konzepte oft schwer konsequent anwenden.

Was ich sagen will, ist, dass es Situationen gibt, in denen das, was nach unseren Werten richtig ist, auch negative Folgen impliziert, welche wir uns nicht wünschen, und was natürlich auch nicht gut ist. Doch in einer solchen Situation ist jemand eine gute Person, wenn er versucht, den Schaden zu minimieren, der unausweichlich ist.

Heidekraut

Die Fähigkeit zu lieben und zu arbeiten zeigt unsere Reife

Auch Freud sagte bei einer Gelegenheit zu seinem Schüler Erik Erikson, dass die Fähigkeit zu arbeiten und zu lieben zwei wunderbare Indikatoren dafür sind, dass man volle Reife erlangt hat. Gute Leistungen in diesen beiden Lebensbereichen stehen im klaren Zusammenhang mit unserer emotionalen Intelligenz.

Deshalb verwundert es kaum, dass Howard Gardnerd sagte, dass „eine schlechte Person es nicht schaffen kann, in ihrem Beruf zu glänzen.“  Die persönliche Güte beobachtet man, wenn eine Reihe an Werten zusammentrifft, die uns helfen, zu uns selbst und zu den Menschen in unserer Umgebung besser zu sein.

Um jedoch zu vermeiden, in pure Sentimentalität ohne jegliche Selbstkritik zu verfallen, sollten wir uns darüber im Klaren sein, dass nicht immer alles durch Dialog, Toleranz und Solidarität gelöst werden kann. Jedoch sollte dies wiederum auch nicht dazu führen, dass wir Zwang und Intoleranz für den richtigen Weg halten, unsere Probleme zu lösen.

Das Gute und das Schlechte, das Yin und das Yang, das Weiße und das Schwarze koexistieren und strukturieren unsere Welt und unsere Persönlichkeit. „Eine gute Person sein“ sollte als ein Gleichgewicht der Kräfte verstanden werden, was auf guten Werten und damit auf gegenseitigem Respekt basiert.

Herzen-aus-Holz

Wir gewinnen nichts, wenn wir glauben, dass wir Heilige und die anderen Teufel sind. Wir gewinnen nichts, wenn wir uns chronisch selbst zu Opfern machen, was den Rest der Menschheit zu unseren Peinigern werden lässt.

 Aus emotionaler Sicht ist es intelligenter, Toleranz nicht mit Gutmenschentum zu verwechseln, denn dann würden wir es mit Begriffen wie Resignation und anderen Konzepten in Verbindung bringen, die aus dem leeren Gerede der Selbsthilfe stammen. Dies führt zu keinem Nutzen, sondern, wie wir bereits gesagt haben, lenkt uns auf ungesunde Bahnen.

Wenn ich von „eine gute Person sein“ rede, dann meine ich, eine Person mit Würde und guten Werten zu sein, und nicht jemand, der sich von anderen überrennen lässt, nur „weil wir auch die andere Wange hinhalten sollen.“  Wir haben eine Reihe an Rechten, derer wir uns stets bewusst sein sollten, um uns selbst und die anderen wertzuschätzen:

  1. Das Recht, mit Respekt und Würde behandelt zu werden.
  2. Das Recht, seine eigenen Gefühle und seine eigene Meinung zu haben und ausdrücken zu dürfen.
  3. Das Recht, gehört und ernst genommen zu werden.
  4. Das Recht, seine Bedürfnisse zu bestimmen, seine Prioritäten zu setzen und seine eigenen Entscheidungen zu treffen.
  5. Das Recht, „Nein“  zu sagen, ohne sich schuldig zu fühlen.
  6. Das Recht, um das zu bitten, was man möchte, aber mit dem Bewusstsein, dass der Gesprächspartner das Recht hat, „Nein“  zu sagen.
  7. Das Recht auf Veränderung.
  8. Das Recht, Fehler zu machen.
  9. Das Recht, nach Informationen zu verlangen und informiert zu sein.
  10. Das Recht, das zu bekommen, wofür man bezahlt hat.
  11. Das Recht, sich dafür zu entscheiden, nicht selbstbehauptend zu sein.
  12. Das Recht, unabhängig zu sein.
  13. Das Recht, zu entscheiden, was man mit seinem Besitz,seinem Körper, seiner Zeit, usw. tun will, solange nicht die Rechte anderer verletzt werden.
  14. Das Recht, Erfolg zu haben.
  15. Das Recht, zu genießen und Spaß zu haben.
  16. Das Recht auf Entspannung, Einsamkeit, aber stets verbunden mit Selbstbehauptung.
  17. Das Recht, mich selbst und auch noch andere zu übertreffen.
Herz-das-aufblueht

Wenn wir uns dies genauer anschauen, dann können wir sehen, wie die Selbstbehauptung uns hilft, unsere Werte aufrechtzuerhalten und unsere eigene als auch fremde Würde zu schützen. Unsere Rechte zu achten, ist die beste Form, um eine gute Person zu sein (aber kein Gutmensch) und unsere Persönlichkeit und unseren Charakter ins Gleichgewicht zu bringen.

Diese Auszeichnung bekommen wir an keiner Universität, sondern nur, indem wir uns selbst einem Examen unterziehen und eine interne Arbeit beginnen, welche den Zusammenstoß zwischen unseren Werten und unseren Unsicherheiten zum Thema hat. Das heißt, wir mögen Würde und Rechte aller stets wertschätzen und unsere Ethik und unsere Moral auf die Probe stellen, auch wenn das bedeutet, dass wir so in einen Konflikt treten.

Gute Personen sind aus unvergesslichem Holz geschnitzt

Es sind jene Personen, die dich umarmen und in dir reparieren, was kaputt ist, mit denen du durchs Leben gehst. Jene, die dir die Welt als einen wunderbaren Ort zum Leben gezeigt haben. Aber vor allen Dingen sind es die guten Personen…>>>Mehr