Tantra macht Geliebte zu Seelenverwandten

3, Januar 2017 en Kuriositäten 337 Geteilt

Tantra ist eine jahrhundertealte Philosophie, die aus Indien stammt. Sie versteht unsere sexuelle Energie als eine mächtige kreative Kraft. Dieses Potenzial macht es uns leichter, unsere Wesen durch Sexualität und spirituelle Entwicklung auf ein höheres Level zu bringen.

Die Philosophie basiert auf der Lebensenergie und der völligen Akzeptanz des Lebens und unseres Seins. Die praktischen Methoden von Tantra helfen uns dabei, unser Bewusstsein zu entwickeln und unser körperliches Potenzial durch die Akzeptanz unserer Empfindungen, Gefühle und Sehnsüchte zu erhöhen.

Die Werte von Tantra einzubeziehen, kann uns dabei helfen, Sexualität auf eine gesündere und bereicherndere Art und Weise zu erfahren. Auf diesem Weg können wir alle unsere moralischen Urteile, Ängste und Schuldgefühle, im Bezug darauf, wie wir glauben, unsere Sexualität erfahren zu müssen, abzulegen.

Du wirst in dich eintauchen und all das vergessen müssen, was du über Sex gehört hast, was du darüber gelernt hast, was die Gesellschaft, die Kirche und die Religion dir vermittelt haben; gvergiss all das und widme dich voll und ganz der Meditation zur Sexualität.

Osho

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Wie praktiziert man Tantra?

Tantra ist eine Art, zu leben. Anerkannte Psychoanalytiker wie Jung, Reich und Freud haben den Weg dafür frei gemacht, dass diese Philosophie Zugang zu westlichen Geistern hat. Dies haben sie durch die Untersuchung der Prinzipien der Integration des Männlichen und des Weiblichen erreicht.

Tantra kann mittels der Anwendung verschiedener Techniken praktiziert werden: Meditation, Wiederholung von Mantras, rituelle Praktiken, Beschwörung von Gottheiten, Visualisierung, Fantasie, Yoga, etc. All diese Techniken werden dafür benutzt, unsere Sinne zu erwecken und körperliche und mentale Stärke zu erreichen. Sie laden uns dazu ein, Verlangen auf eine gesunde Art und Weise zu erfahren, denn im Allgemeinen neigen wir dazu, aufgrund unserer Ängste, Schuldgefühle und Scham dagegen anzukämpfen. Kurz gesagt, wir schieben unser eigenes Verlangen mit der Absicht, Leid zu vermeiden, beiseite.

Tantra bringt uns bei, nicht gegen unser Verlangen anzukämpfen, es als einen Verbündeten unserer Bewegungen, unserer Taten und generell in unserem Leben zu sehen. Zu verstehen, dass es ein vitaler Impuls unserer eigenen Natur ist. Die Akzeptanz unserer Sexualität ermöglicht uns, in unsere tiefste Sensibilität einzutauchen.

Sex ist nur eine Basis; es ist nicht der ganze Tempel. Aber wenn du den Anfang verpasst, wird dir auch das Ende entgehen.

Osho

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Einstellungen, die von Tantra gefördert werden

Tantra fördert die Einstellung im Angesicht von Verlangen Lust ohne mentale Grenzen zu erleben; ohne Urteile oder Vorstellungen; eine Einstellung der Akzeptanz, der Fusion und tiefen Vereinigung zweier Seelen.

Durch das Freisein von unseren eigens auferlegten Grenzen gelingt es uns, in die Welt unserer Sinne einzutauchen. Das trägt zur Lösung vieler sexueller Dysfunktionen bei, indem es folgende Aspekte unterstützt:

  • Unsere Beschränkungen aus religiösen, sozialen und moralischen Bereichen loszulassen und dabei eine freiere und offenere Einstellung, was Sex betrifft, zu entwickeln.
  • Durch verschiedene Massagetechniken bringt Tantra uns bei, die Lust zu verlängern und die Empfindung eines Orgasmus länger zu bewahren, um letztendlich Ekstase zu erfahren.
  • Wir mögen den Tastsinn genießen, indem wir uns dessen bewusst werden, was wir erfahren, indem wir eine sexuelle, körperliche und spirituelle Verbindung mit der anderen Person herstellen.
  • Erotische Verbindungen werden durch unsere fünf Sinne geschaffen, deshalb ist das gesamte Wesen eingeschlossen. So wird die überbetonte Wichtigkeit von oralem Kontakt und Sex, wie sie in der westlichen Welt existiert, und somit auch Performance-Angst verringert.

Spirituelles Wachstum durch sexuelle Energie

Wir beide treffen uns, werden die alltäglichen Verschmutzungen los, kommen uns mystisch nah. Man kann die Energie spüren, die Essenz unserer Geister. Es ist die Bewegung der Erweiterung und der Verlust jeglicher Hemmung. Wir schmecken die Freiheit. Wir verknoten uns ineinander, treffen uns mit spiritueller Liebe, Ekstase, dem Ursprung der Schöpfung.

kuss

Wenn wir lernen, vor unserem Partner wir selbst zu sein, können wir die Köstlichkeit jedes Bissens schmecken. Wir können die Anwesenheit unseres Geliebten ruhiger aufnehmen und dabei unsere mentale Anspannung abbauen.

Durch spirituellen Wachstum erreichen wir zudem ein weiteres Wissen über uns selbst: Wir erweitern unser Bewusstsein, verkleinern unsere Ängste und alles, was uns davon abhält, uns aufzugeben, uns für die Erfahrung zu verlassen.

Der Geist gibt dem Leben Bedeutung und erlaubt seine vollständige Entfaltung. Aber Leben ist essenziell für den Geist, denn seine Wahrheit ist nichts, was nicht gelebt werden kann.

Carl Gustav Jung

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