3 Angewohnheiten, die unglücklich machen

3 Angewohnheiten, die unglücklich machen
Sergio De Dios González

Geprüft und freigegeben von dem Psychologen Sergio De Dios González.

Geschrieben von Raquel Lemos Rodríguez

Letzte Aktualisierung: 14. Februar 2023

Toxische Menschen, schlechte Erfahrungen und Widrigkeiten sind nicht die einzigen Gründe dafür, dass wir uns unglücklich fühlen. Unser Unglück entsteht vielmehr in uns selbst, aus Angewohnheiten, die unglücklich machen. Wir provozieren unser Unglück durch wiederholte Handlungen, die wir nicht hinterfragen. Und anstatt sie zu analysieren und sie umzuwandeln, machen wir lieber das Schicksal für unser Leiden verantwortlich und versinken in Bitterkeit.

Es ist ganz offenbar unmöglich, immer und zu jeder Zeit glücklich zu sein. Es ist jedoch möglich, einen gewissen Grad des emotionalen Gleichgewichts und Wohlbefindens aufrechtzuerhalten. Es ist leicht, dies zu tun, wenn alles läuft, wie geplant, aber es ist viel schwerer, wenn sich uns Hindernisse in den Weg stellen oder wir Rückschläge erleiden müssen, was ziemlich oft vorkommt. Durch unsere Untätigkeit festigen wir unser schädlichen Angewohnheiten dann weiter, was dazu führt, dass sie immer schwerer abzulegen sind. Wir sind in einem Teufelskreis gefangen.

Es sind nicht unsere Probleme, die uns zur Bitterkeit führen, es sind unsere Angewohnheiten, die unglücklich machen.

Angewohnheiten, die uns unsere Energie rauben

Sicher können sich viele von uns mit den schädlichen Angewohnheiten identifizieren, die im Folgenden aufgeführt werden. Es ist interessant, welch großen Teil unseres Lebens sie ausmachen. Und wir erkennen nicht, welch negativen Einfluss sie auf uns haben.

Eine dieser sehr menschlichen Angewohnheiten ist es, dass anzustreben, was man nicht haben kann. Wir schätzen nicht das genug, was wir haben, und wir verlangen nach mehr und mehr. Wenn wir einsehen, dass wir nichts mehr brauchen, um glücklich zu sein, schützt uns das davor, verbittert und traurig zu werden.

Auch das Gegenteil kann eintreten: die emotionale Stagnation. Wir stecken in der berüchtigten Komfortzone fest, die uns daran hindert, zu wachsen, Fortschritte zu machen, und unsere Erfüllung zu finden. Wieso kommen wir nicht aus ihr heraus? Ist es, weil wir Angst haben? Warum fühlen wir uns so unsicher? Wenn wir ehrlich zu sich selbst sind und über diese Fragen nachdenken, wird es möglich, diesem Gefängnis zu entkommen.

Kopf einer Frau zersplittert

Eine andere weit verbreitete toxische Verhaltensweise ist das Leben im Autopilot, in dem wir der Gegenwart keine Aufmerksamkeit schenken und sie nicht genießen. Wir gehen durch den Tag, ohne einmal innzuhalten, um darüber nachzudenken, was wir tun. Es ist genau so, als gingen wir durch einen Wald, ohne zu bemerken, wie schön die Bäume um uns herum sind. Wir entfernen uns von der Realität und vergessen, die Schönheit des gegenwärtigen Augenblicks zu genießen.

Wenn man die Anerkennung anderer Leute sucht, ist das auch eine der Angewohnheiten, die unglücklich machen. Wir tun die Dinge dann nicht für uns selbst, sondern damit andere Leute besser über uns denken.

Und wir sollten auch nicht die wichtigen Bedürfnisse vergessen, die wir oft auf Sparflamme stellen: essen und erholsam schlafen. Eine mangelhafte Ernährung hat einen direkten negativen Einfluss auf unsere Stimmung. Sie raubt uns Energie und Selbstbewusstsein. Wenn wir an Übergewicht leiden, verstärken sich diese Effekte noch. Genauso wichtig ist es, genug guten Schlaf zu bekommen, damit wir uns gut fühlen und gute Leistungen erbringen können.

Die schlechteste Angewohnheit: in die Opferrolle verfallen

Wir haben uns eine der schädlichsten Angewohnheit für den Schluss aufbewahrt. Es ist die Angewohnheit, die größte Auswirkungen auf unsere Beziehungen hat: die Tendenz dazu, das Opfer zu spielen. Für viele Menschen ist die Opferrolle eine Möglichkeit, Aufmerksamkeit zu bekommen und darüber hinaus noch persönlichen Nutzen zu ziehen.

Wenn man sich wie das Opfer aufführt, dann verleitet diese Rolle dazu, sich an negativen Gefühlen festzuklammern, die wir eigentlich zu überwinden suchen. Wir brauchen sie, um Mitleid von anderen zu bekommen und zu vermeiden, dass wir die Verantwortung für das übernehmen müssen, was um uns herum passiert. Aber wenn wir unsere Augen verschließen und die negativen Gefühle umarmen, dann führt uns das dazu, dass Zorn und Verbitterung in unseren Herzen wachsen. Wenn wir zum Beispiel in einer Prüfung nicht gut abschneiden, sind wir nie diejenigen, die dafür verantwortlich sind, weil wir nicht genug gelernt haben oder uns nicht so konzentriert haben, wie wir es hätten tun sollen. Wir sagen lieber, dass die Prüfung zu schwer war – und ärgern uns darüber.

Feuer zerstört den Geist einer Frau

Mit der gerade beschriebenen Angewohnheit ist auch die schreckliche Gewohnheit des Leugnens verbunden. Wenn die Wirklichkeit nicht so ist, wie wir sie gern hätten, dann drehen wir ihr einfach unseren Rücken zu und leugnen sie. Aber das hält sie nicht davon ab, so zu sein, wie sie eben ist. Die Wirklichkeit wird weiter so sein, wie sie ist, egal wie sehr wir sie ablehnen, und sie wird uns eine harte und gewaltige Backpfeife verpassen, wenn die Zeit dafür gekommen ist.

Zum Schluss lässt sich sagen, dass es viele Angewohnheiten, die unglücklich machen, gibt, und die wir jeden Tag praktizieren. Wir müssen lernen, mit ihnen zu brechen, wenn wir uns wieder gut fühlen wollen. Man muss selbstkritisch sein und seine Fehler akzeptieren, damit man sich seiner Angewohnheiten überhaupt erst bewusst wird.


Dieser Text dient nur zu Informationszwecken und ersetzt nicht die Beratung durch einen Fachmann. Bei Zweifeln konsultieren Sie Ihren Spezialisten.